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Betreuungswerk der Post, Postbank und Telekom Betreuungswerk - Post Postbank Telekom

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Es war wie in einem Katastrophenfilm

„Ich wollte am liebsten davon laufen…“ das waren die ersten Gedanken, als Bernd Löffler das Drama am Morgen sah, dass sich in seinem Wohnort, Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall, in der Nacht vom 29.05 auf 30.05.2016 abgespielt hat.

Bilder: B.-M. Löffler

Das ist gut nachzuvollziehen, wenn man die Bilder sieht, die Kollege vom technischen Service der Telekom uns zur Verfügung gestellt hat. Heute kann er schon wieder lachen und erzählt von der Katastrophennacht.

 „Am Abend hat es sehr stark geregnet. Als ich vor die Türe ging hat es auf einmal die Kanaldeckel hochgehauen und es kamen braune Fontänen heraus, eineinhalb Meter hoch. Und es kam sehr viel Wasser die Schloßstraße herunter. Dann hat es einen lauten Schlag gegeben und die Gerölllawine kam.“ Der Schlossbach ist normalerweise nur ein kleines Rinnsal. An diesem Sonntagabend jedoch schwoll er zu einem reißenden Strom an. Oberhalb des Ortes hatte sich Geröll, Schlamm und Wasser an einer Brücke aufgestaut. Als die Brücke das Gewicht nicht mehr halten konnte, zerbarst diese und die Massen brachen sich ihren Weg durch den Hang hinunter und rissen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellte. Zurück blieb der ganze Ort in Schutt und Trümmern.

Wasser, Wasser, Wasser, …

„Das Geröll hat die Lichtschächte, die Fenster und die Kellertüre eingeschlagen. Und dann kam Wasser, Wasser, Wasser…“, erinnert sich Herr Löffler. Innerhalb von einer halben Stunde war sein Keller vollgelaufen und das Wasser stand einen Meter hoch im Erdgeschoss. Es gab weder Strom noch Wasser. Der ganze Ort war stockdunkel, da die Straßenlaternen umgeknickt waren. „In der Nacht bin alle zehn Minuten hinunter und habe nachgesehen, ob das Wasser weiter steigt, habe gehofft, dass es nicht in den ersten Stock kommt, wo ich mich mit meiner Lebensgefährtin aufhielt.“ Vier Tage war der Keller geflutet, da das Wasser aufgrund des Schlammes, der sich überall festgesetzt hatte, nicht mehr ablief. Alles, was sich in der Garage, im Keller und im Erdgeschoss befand ist nicht mehr brauchbar.

Die Folgetage und -wochen verbachten die Braunsbacher mit Aufräumarbeiten. Steine, Geröll und Schlamm wurden mit Menschenketten aus den Häusern geschleppt. „In dieser Zeit kam von vielen Seiten Hilfe und Unterstützung. Das weiß ich sehr zu schätzen“, so Herr Löffler. Da das Haus mindestens bis Ende des Jahres nicht mehr bewohnbar ist, boten ihm Zeitungsleser an, bei ihnen übergangsweise zu wohnen, was er dankbar annahm. In das Haus in Braunbach wird er nicht mehr ziehen, zu tief sitzt der Schreck. Aber das Paar sieht nach vorne: der Umzug in ein neues Zuhause ist geplant.

Auch das Betreuungswerk hilft

Jeder kann sich vorstellen, dass die Schäden, die durch solche Naturkatastrophen entstehen nicht von den Betroffenen alleine aufgefangen werden können. Um die ersten Hürden zu meistern, leistet auch das Betreuungswerk in solchen Situationen finanzielle Soforthilfe.

 500 € pro Person kann das Betreuungswerk zur Verfügung stellen, wenn wie hier Keller, Garage und der Wohnraum überschwemmt wurde. Bei finanzieller Bedürftigkeit kann auch weiter geholfen werden.