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Betreuungswerk der Post, Postbank und Telekom Betreuungswerk - Post Postbank Telekom

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Hanni – die wohl berühmteste Mitarbeiterin an ihrem Standort

Hilfe leisten, die auf die jeweilige Situation der Betroffenen angepasst ist. Das ist ein Grundsatz des Betreuungswerks, der am nachfolgenden Beispiel ganz besonders deutlich wird.

 

Seit dem 02.01.2017 gibt es bei der Deutschen Telekom Kundenservice GmbH in Dortmund eine besondere Mitarbeiterin: Hanni.
Fokussiert auf ihr Herrchen und ihre Aufgaben begleitet die dreijährige Labradorhündin Thorsten Habel auf Schritt und Tritt. Hanni ist ein medizinisch ausgebildeter Assistenzhund und darauf trainiert, ihre Bezugsperson zu beobachten, anzuzeigen, wenn etwas nicht stimmt und im Ernstfall schnell lebensrettende Medikamente zu holen.

BeiHerrn Habel besteht aufgrund von plötzlich auftretenden allergischen Schocks immer eine potentielle Erstickungsgefahr. Mehrmals in der Woche übt das in der Zwischenzeit eingespielte Team daher die Abläufe bei einem Notfall. Herr Habel zeigt auf seinen Hals und atmet schnell. Die Hündin läuft sofort los und bringt ihm das an einer Kordel befestigte Notfallset, welches immer am gleichen Platz liegt.

Einen „richtigen“ Einsatz hatte Hanni auch schon. Während Herr Habel schlief, bemerkte sie, dass etwas nicht in Ordnung war. Sie legte ihm das Medikament aufs Bett und zwickte ihn wach. „Abwechselnd stupste sie mich am Bein und am Kopf. Sie gab keine Ruhe bis ich mir die Spritze in den Oberschenkel gesetzt hatte“, erzählt Herr Habel. Danach sei sie auch ins Bett gesprungen, was normalerweise strikt verboten ist. „Sie hat sich in dieser Nacht auf meine Beine gelegt und mich nicht aus den Augen gelassen.“

Als er von den Assistenzhunden hörte, war Herr Habel sofort begeistert. Die Ausbildung der Hunde ist allerdings sehr zeitaufwändig und ziemlich kostspielig. Außerdem musste geklärt werden, ob der Vierbeiner mit ins Büro darf. Betriebsrat und die Sozialberatung zogen den Personaldirektor Herrn Lohbeck hinzu und ermunterten Herrn Habel, sich bzgl. der Kosten an das Betreuungswerk zu wenden. Mit vereinten Kräften wurde die Aktion „persönliche Assistentin für Herrn Habel“ möglich.

Dennoch begann der Arbeitsalltag im Büro nicht ganz reibungslos, da ein Kollege allergisch auf Hundehaare reagiert. Herr Habels Vorgesetzter und die Sozialberatung sind sich sicher, dass auch dieses Problem gelöst werden kann. Bis dahin sitzt das Duo etwas separat im Team und der betreffende Kollege erklärte sich bereit, vorübergehend in eine andere Etage zu ziehen.

Herr Habel berichtet, dass er mit Hanni an seiner Seite besser schlafe, wesentlich ruhiger sei und seine Lebensqualität deutlich zugenommen habe. „Für mich wurde durch Hanni ein neues Leben möglich“, fasst er die Situation kurz zusammen.